Logopädische Leistungen
Logopädische Leistungen umfassen ein ganzheitliches Vorgehen, das sich aus Diagnostik, Beratung und Behandlung zusammensetzt. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch mit seinen individuellen sprachlichen, sprechmotorischen, stimmlichen oder schluckbezogenen Bedürfnissen.
Zu Beginn bildet eine fundierte Diagnostik die Basis für jede therapeutische Entscheidung. Sie umfasst die ausführliche Anamnese, standardisierte und informelle Testverfahren sowie die Beobachtung kommunikativer Fähigkeiten im Alltag. Dadurch wird ein präzises Bild der vorhandenen Ressourcen und Schwierigkeiten gewonnen.
Darauf aufbauend erfolgt die Beratung, die sowohl Betroffene als auch Angehörige einbezieht. Sie dient der
Aufklärung über die Ergebnisse, dem gemeinsamen Festlegen
realistischer Ziele und dem Vermitteln alltagstauglicher Strategien, um Kommunikationsprozesse zu erleichtern und Fortschritte zu unterstützen.
Die anschließende Behandlung orientiert sich an wissenschaftlich fundierten Therapieansätzen und
ist individuell auf die jeweilige Störungsform abgestimmt. Durch gezielte Übungen, regelmäßige Verlaufsbeobachtungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit wird eine bestmögliche
Verbesserung der kommunikativen Teilhabe angestrebt.
Insgesamt stellt die logopädische Arbeit einen strukturierten,
personenzentrierten Prozess dar, der darauf abzielt, die
Kommunikationsfähigkeit nachhaltig zu fördern und die
Lebensqualität spürbar zu erhöhen.
Sprachtherapie
Kinder
Bei einer kindlichen Sprachstörung handelt es sich um Auffälligkeiten in der Sprachentdeckung, des Sprachverständnisses, des Wortschatzes, des Wortschatzes und der grammatikalischen Entwicklung. Des Weiteren können Schwierigkeiten während des Erzählen, bei der Hörverarbeitung (auditive Wahrnehmung) und dem Redeflusses auftreten. Hierbei werden die Sprachauffälligkeiten unterteilt in physiologische Prozesse, die zur gesunden Sprachentwicklung eines Kindes dazugehören, jedoch nur bis zu einem gewissen Alter gebildet werden dürfen und in pathologische Prozesse, die in keiner Phase der kindlichen Sprachentwicklung vorkommen und sofort behandelt werden sollten, um eine Festigung zu vermeiden. In jedem Fall können unterschiedliche Ursachen und Symptome vorliegen.
Sprachentwicklungsverzögerung/ Sprachentwicklungsstörungen
Um den 2. Geburtstag haben Kinder in der Regel einen Wortschatz von weit über hundert Wörtern und bilden die ersten 2- und
Mehrwortsätze. Bei Kindern, die mit 24-36 Monaten zu den Spätsprechern („Late Talkern“) gehören, also weniger als 50 Wörter
sprechen und somit eine Abweichung des Spracherwerbs um mindestens 6 Monate aufzeigen, liegt eine Sprachentwicklungsstörung
vor. Bleibt diese Verzögerung auch nach dem 36. Lebensmonat bestehen, kann eine dauerhafte Sprachentwicklungsstörung vorliegen.
Wortschatzentwicklung - Late Talker
Was sind Late Talker?
Als Late Talker (= „späte Sprecher“) bezeichnet man Kinder, die:
mit 24 Monaten weniger als 50 Wörter sprechen
noch keine Zwei-Wort-Kombinationen bilden (z.B. „Papa Ball!“ oder „Mama essen“)
und/oder deutliche Schwierigkeiten im Sprachverständnis zeigen
Ihre allgemeine Entwicklung ist meist unauffällig. Etwa ein Drittel bis die Hälfte dieser Kinder holt die Verzögerung bis zum 3. Geburtstag selbstständig auf (sogenannte „Late Bloomer“ = „späte Blüher“). Bei den übrigen Kindern besteht jedoch das Risiko einer längerfristigen Sprachentwicklungsstörung.
Kann mein Kind den Entwicklungsrückstand alleine aufholen?
Untersuchungen zeigen, dass es bei Late Talkern eindeutige Risikofaktoren für eine spezifische Sprachentwicklungsstörung (SSES) gibt:
Ganz besonders hervorzuheben ist hierbei das Sprachverständnis des Kindes. Kinder, die das, was man ihnen mitteilt nur schlecht verstehen, sind massiv gefährdet. Kinder, die kaum Blickkontakt aufnehmen oder nicht kreativ spielen können, mit anderen Kindern nicht in Kontakt treten oder andere Kinder aufgrund fehlender Mitteilungsmöglichkeiten vermehrt hauen/beißen, sollten ebenfalls schon im Alter von 2 Jahren einer Logopädin vorgestellt werden.
Bei Late Talkern mit gutem Sprachverständnis reicht möglicherweise eine intensive Elternanleitung zu sprachförderlichem Verhalten aus. All die anderen brauchen jedoch eine frühe, direkt am Kind ansetzende Sprachtherapie.
Bereits im Rahmen der U7 beim Kinderarzt (21.–24. Monat) können erste Auffälligkeiten festgestellt werden.
Symbolspiel und der Sinn von Sprache
Sprache ist nicht nur das Aneinanderreihen von Lauten. Sie hat einen Sinn: Sie steht für etwas.
Das sogenannte Symbolspiel („so-tun-als-ob“-Spiele) ist eine wichtige Brücke, um diesen Sinn zu entdecken. Wenn Kinder zum Beispiel so tun, als würden sie eine Puppe füttern oder mit einem Stein telefonieren, zeigen sie, dass sie verstanden haben: Ein Gegenstand kann für etwas anderes stehen, so wie ein Wort für eine Sache oder Handlung steht.
Auch die händischen Kompetenzen wie Greifen, Stapeln, Sortieren oder Bauen spielen eine große Rolle. Sie fördern die Vorstellungskraft, die Nachahmung und die Fähigkeit, Bedeutungen zu erkennen. All dies wirkt sich direkt auf die non-verbale Kommunikation (Blickkontakt, Gestik, Mimik) und die gesprochene Sprache aus. Diese Verbindung kann gezielt genutzt werden, um Kindern zu helfen, den eigentlichen Sinn von Sprache begreifen.
Ursachen
Die Ursachen für das späte Sprechen sind vielfältig. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen, zum Beispiel:
genetische Veranlagung/familiäre Sprachauffälligkeiten
Frühgeburten
postnatale Depressionen der Kindesmutter
Schreibabys
Fluchterfahrungen
Traumata
wenig Interaktion im Alltag, belastete Familiensituation
selten auch organische Ursachen wie Hörstörungen
Typische Symptome von Late Talkern
Allgemeine Entwicklung:
meist unauffällig in Grobmotorik, Wahrnehmung und Intelligenz
Sprachliche Entwicklung:
weniger als 50 Wörter mit 24 Monaten
keine Zwei-Wort-Kombinationen
eingeschränktes Sprachverständnis
Spielverhalten
es fehlt das Symbolspiel. Stattdessen beschäftigen sich die Kinder eher funktional/mechanisch oder wiederholt mit Gegenständen, ohne Fantasiespiele zu entwickeln
manche Kinder sind beim Entdecken und Ausprobieren von Spielzeug so vertieft, dass sie kaum auf Ansprache reagieren. Sprache wird für die Kinder eher zum „Hintergrundgeräusch“
manche Kinder wechseln rastlos von einem Spielzeug zum nächsten. Typisch ist dabei folgende Beobachtung: Der Boden liegt voller Spielmaterial, doch anstatt sich intensiver mit einem Gegenstand zu beschäftigen, sucht das Kind immer wieder nach etwas Neuem.
Verhalten
manche Kinder wirken zurückgezogen
nehmen wenig Blickkontakt auf
haben Schwierigkeiten, mit Gleichaltrigen in Kontakt zu treten
zeigen Frust oder aggressives Verhalten (z. B. Beißen), weil ihnen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten fehlen
Wie läuft die Diagnostik ab?
Eine logopädische Diagnostik umfasst:
Anamnese mit den Eltern (Entwicklungsverlauf, Familiensprache)
Überprüfung des Sprachverständnisses
Erfassung des aktiven Wortschatzes
Beobachtung von Spielverhalten, Kommunikation und Interaktion
ggf. weitere Abklärung durch HNO- oder Kinderärzte
Wie läuft die Therapie ab?
Die Therapie richtet sich bei uns nach dem Ansatz der entwicklungspsychologischen Sprachtherapie nach Dr. Barbara Zollinger. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Spiel, da Kinder hier Sprache in einem sinnvollen Zusammenhang erleben. Typische Inhalte sind:
Aufbau symbolischer Handlungen: das Kind lernt, bekannte Alltagssituationen im Spiel nachzuspielen, zum Beispiel Einkaufen, zu Bett gehen, einen Arztbesuch oder die Fahrt zur Kita. Dabei werden einzelne Handlungen miteinander verbunden, sodass eine kleine Geschichte entsteht.
Förderung von Blickkontakt: vom Kind zu anderen Personen als auch im Dreieck „Kind-Person-Gegenstand“
Erweiterung des Wortschatzes in Spielsituationen
Förderung des Sprachverständnisses
Begleitung von Eltern im Umgang mit Sprache im Alltag
Rolle der Eltern
Eltern spielen eine entscheidende Rolle im Therapieerfolg. Sie lernen, im Alltag gezielt sprachförderlich zu handeln:
Handlungen zielführend sprachlich zu begleiten. Sprache ermöglicht, das auszudrücken, was man nicht sieht: Gefühle, Erwartungen, Wünsche und Ziele.
dem Kind Zeit geben, eigene Beiträge zu machen
Spielideen des Kindes aufnehmen und spielerisch und sprachlich einbetten
Freude am gemeinsamen Tun zeigen
miteinander spielerisch in Kontakt zu treten und die gemeinsame Welt zu erfahren
Fazit
Nicht jedes Kind, das spät zu sprechen beginnt, entwickelt automatisch eine Sprachstörung. Dennoch sind frühe Abklärung und gegebenenfalls Therapie entscheidend, um Entwicklungsrisiken vorzubeugen. Der Zollinger-Ansatz setzt auf spielerisches, kindgerechtes Lernen, das den Sinn von Sprache erfahrbar macht. Mit professioneller Begleitung und der aktiven Einbindung der Eltern können viele Kinder ihren Rückstand aufholen und Sprache wird für sie zu einem Werkzeug, die Welt zu entdecken.
Tipps für Eltern
Die folgenden 7 Regeln sind kein Therapieersatz, aber sie helfen schon einmal weiter und können die Sprachentwicklung Ihres Kindes im Alltag unterstützen.
Passendes Material: Wählen Sie Spielzeug, das Ihr Kind spannend findet und leicht erkennt.
Impulse geben: Bringen Sie eigene Ideen ein oder schaffen Sie kleine Probleme, die Ihr Kind im Spiel lösen kann.
einfache Aufträge: Geben Sie klare, kurze Anweisungen und spielen Sie notfalls vor, was gemeint ist.
Bedeutung geben: Deuten Sie Handlungen Ihres Kindes spielerisch. Ihr Kind erkundet beispielsweise ein Spielzeugauto, dann sagen Sie „Ah, du reparierst das Auto!“.
Liebevoll zurückholen: Lenkt sich Ihr Kind ab, holen Sie es freundlich ins Spiel zurück.
Gefühle benennen: Sprechen Sie auch über Dinge, die man nicht sieht: Freude, Wünsche, Stolz.
Sprache gezielt einsetzen: Kommentieren Sie nicht nur Offensichtliches, sondern nutzen Sie passende Momente für Sprache mit Bedeutung.
Eingeschränkter Wortschatz
Die Bedeutung des Wortschatzes
Die Entwicklung eines umfangreichen Wortschatzes spielt eine entscheidende Rolle in der Sprachentwicklung von Kindern. Ein reichhaltiger Wortschatz ermöglicht es ihnen, Gedanken, Gefühle und Ideen präzise auszudrücken und erfolgreich mit anderen zu kommunizieren. Besonders bei Kindern mit sprachlichen Entwicklungsverzögerungen ist die gezielte Wortschatzerweiterung in der logopädischen Behandlung von großer Bedeutung.
Was ist der Wortschatz?
Der Wortschatz umfasst alle Wörter und Begriffe, die eine Person kennt und verwendet. Man unterscheidet dabei:
Passiven Wortschatz: Wörter, die eine Person versteht, aber beim Sprechen nicht aktiv benutzt.
Aktiven Wortschatz: Wörter, die tatsächlich beim Sprechen verwendet werden.
Ein umfangreicher Wortschatz erleichtert nicht nur die Kommunikation, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein und die Lernmotivation.
Ursachen für einen eingeschränkten Wortschatz
Ein reduzierter Wortschatz kann verschiedene Ursachen haben:
Beeinträchtigung der Hirnfunktion oder -entwicklung (z. B. geistige Behinderungen)
Schädigungen der Sinnesorgane, besonders Hörstörungen
Störungen der Aufmerksamkeit oder Konzentration, wie ADHS
Sprachliche Unter- oder Überforderung durch unangemessene Sprachangebote
Wann sollte man einen Logopäden aufsuchen?
Es ist sinnvoll, einen Logopäden zu kontaktieren, wenn bei einem Kind folgende Anzeichen auftreten:
Verzögerter Sprechbeginn
Wortfindungsstörungen
Schwierigkeiten beim Erlernen neuer Wörter
Probleme beim Verstehen von Äußerungen
Häufige Nutzung von Gestik und Mimik als Ersatz für Sprache
Wiederholung von Fragen statt Beantwortung
Unsicherheiten beim thematischen Zuordnen von Wörtern
Häufige Verwendung von Umschreibungen
Dabei ist wichtig zu wissen, dass jedes Kind sich individuell entwickelt und leichte Abweichungen normal sind. Dennoch kann frühzeitige Unterstützung den weiteren Entwicklungsverlauf positiv beeinflussen.
Therapieansätze zur Wortschatzerweiterung
Die logopädische Wortschatzförderung vermittelt spielerisch und systematisch neue Wörter und führt das Kind in verschiedene Wortfelder ein. Typische Inhalte sind:
Benennung von Gegenständen, Personen und Begriffen
Verben und Tätigkeiten
Eigenschaftswörter und Beschreibungen
Oberbegriffe und Kategorien
Wortfelder aus dem Alltag
Fachvokabular aus Schule und Alltag
Ziel ist es, sowohl den aktiven als auch passiven Wortschatz zu erweitern. Die Therapie regt das Kind dazu an, seine Umwelt bewusst wahrzunehmen, Fragen zu stellen und vielfältige Wortarten (Nomen, Verben, Adjektive) anzuwenden. Dabei passen wir Methoden und Materialien dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes an.
Die Rolle der Eltern
Eltern spielen eine zentrale Rolle im Therapieerfolg. Sie können durch gemeinsame Übungen, z. B. beim Spielen oder Spaziergängen, den Wortschatz ihres Kindes gezielt fördern. Wichtig ist ein ausgewogenes Maß an Korrekturen: Fehlerhafte Benennungen sollten behutsam korrigiert werden, ohne das Kind zu überfordern oder zu entmutigen. Eine ruhige, positive Lernumgebung unterstützt den Lernprozess nachhaltig.
Fazit
Ein gut entwickelter Wortschatz bildet die Basis für erfolgreiche Kommunikation und schulisches Lernen. Durch gezielte logopädische Förderung und aktive elterliche Unterstützung können Kinder ihre sprachlichen Fähigkeiten verbessern und selbstbewusster im Alltag werden.
Dysgrammatismus
Effektive Behandlung von Dysgrammatismus durch Logopädie
Was ist Dysgrammatismus?
Dysgrammatismus bezeichnet eine spezifische Störung im kindlichen Spracherwerb, bei der die grammatische Entwicklung verzögert oder gestört ist. Betroffen sind vor allem die Beugung von Wörtern (Deklination und Konjugation) sowie der Satzbau. Während Fehler im frühen Spracherwerb normal sind, ist bei Dysgrammatismus eine gezielte Diagnostik und Therapie wichtig, um die sprachliche Entwicklung zu fördern.
Die Störung kann das Verständnis und die Verständlichkeit gesprochener und geschriebener Sprache stark beeinträchtigen. Außerdem kann Dysgrammatismus auf eine Sprachentwicklungsstörung oder sogar auf neurologische Erkrankungen hinweisen.
Typische Merkmale von Dysgrammatismus
Personen mit Dysgrammatismus zeigen häufig:
Schwierigkeiten bei der Bildung grammatikalischer Strukturen, wie Artikel, Pronomen und Zeitformen
Probleme bei der Satzstruktur und Wortreihenfolge, z. B. falsche Verbstellung („Ich heute lieber ausschlafen“)
Verwendung ungrammatischer oder stark vereinfachter Sätze
Verwechslungen von Wortarten, z. B. „gehe ich“ statt „ich gehe“
Schwierigkeiten, grammatische Regeln auf neue Wörter oder Situationen zu übertragen
Wichtig ist: Dysgrammatismus ist keine generelle sprachliche oder kognitive Einschränkung, sondern eine spezifische Störung der Grammatik.
Symptome im Detail
Störung der Satzbauentwicklung
Sehr eingeschränkte oder fehlende Wortkombinationen, besonders mit Verben
Wenige Äußerungen, in denen Subjekt, Objekt und Verb gemeinsam auftreten (z. B. „Mama Kuchen essen“)
Verben werden häufig am Satzende platziert (z. B. „Ich auch Ball spielen.“)
Starre Satzstrukturen ohne Variation, z. B. immer Subjekt-Verb-Objekt
Fehlende vollständige W-Fragen („Wer?“, „Was?“, „Warum?“)
Ausbleiben von Nebensätzen
Störung grammatischer Formenvielfalt
Eingeschränktes Kasussystem: Fehlende Akkusativ- oder Dativmarkierungen (z. B. „Ich sehe der Stift.“)
Eingeschränktes Tempussystem: Zeitfehler, besonders bei unregelmäßigen Verben (z. B. „Ich habe Kuchen geesst.“)
Unsicherheiten bei Genus und Artikeln (z. B. „Die Pferd spielt.“)
Fehlerhafte Mehrzahlbildung (z. B. „Ich sehe viele Indianers und Pferden.“)
Eingeschränkte Erzählfähigkeit
Auslassung wichtiger Satzbausteine beim Erzählen oder Schreiben, sodass Zuhörer nachfragen müssen
Vereinfachtes Formulieren komplexer Zusammenhänge ohne Nebensätze („während“, „weil“, „obwohl“) oder passende Pronomen
Häufige Wiederholung einfacher Verknüpfungen („und dann“, „danach“) anstelle vielfältiger Ausdrucksmöglichkeiten
Ursachen von Dysgrammatismus
In den meisten Fällen liegen keine organischen Ursachen vor. Dennoch kann Dysgrammatismus durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, zum Beispiel:
Probleme mit dem Hören und der Wahrnehmung von Sprache
Geistige Behinderungen
Genetische Defekte wie Trisomie 21 mit kognitiven Einschränkungen
Schädigungen von Hirnregionen durch Entzündungen, Tumoren oder Operationen
Allgemeine Entwicklungsstörungen des Kindes
Wann sollte ein Logopäde aufgesucht werden?
Ein Logopäde sollte konsultiert werden, wenn bei Kindern folgende Auffälligkeiten auftreten:
Verzögerter Sprechbeginn
Wortfindungsstörungen und Schwierigkeiten beim Erlernen neuer Wörter
Probleme beim Verstehen von Äußerungen
Häufige Nutzung von Gestik und Mimik als Spracheersatz
Wiederholung von Fragen statt Beantwortung
Unsicherheiten bei der Zuordnung von Wörtern
Häufige Umschreibungen statt klarer Benennungen
Individuelle Therapieansätze
Die Behandlung von Dysgrammatismus ist individuell auf Schweregrad, Alter und Fähigkeiten abgestimmt. Wichtige Therapieelemente sind:
Förderung der grammatischen Bewusstheit: Gezielte Übungen, um das Verständnis für grammatische Regeln zu stärken
Sprachtherapie: Übungen zur Verbesserung von Aussprache, Grammatik und Sprachverständlichkeit
Positive Verstärkung: Motivation durch Lob und Belohnung bei korrekter Anwendung der Grammatik
Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Patient, Familie und Logopäden. Nur so kann ein langfristiger Therapieerfolg erzielt werden.
Dauer und Verlauf der Behandlung
Die Behandlungsdauer variiert stark und hängt vom individuellen Bedarf ab. Erste deutliche Fortschritte sind oft nach wenigen Monaten sichtbar, in schweren Fällen kann die Therapie ein bis zwei Jahre oder länger dauern. Eine kontinuierliche Förderung und regelmäßiges Üben sind entscheidend, um Erlerntes zu festigen und im Alltag sicher anzuwenden.
Eltern spielen eine Schlüsselrolle, indem sie den Wortschatz ihres Kindes im Alltag durch gezielte Gespräche und Spiele unterstützen.
Mutismus
Was ist Mutismus?
Mutismus ist eine psychische Störung der Kommunikation, bei der ein Kind oder Jugendlicher trotz vorhandener Sprach- und Sprechfähigkeiten in bestimmten Situationen nicht spricht. Zu Hause sprechen die Kinder oft ganz normal, in Kindergarten oder Schule hingegen bleiben sie stumm.
Es handelt sich nicht um eine Störung der Sprachentwicklung selbst, sondern um eine Angst- und Verhaltensstörung, die meist im Vorschul- oder Grundschulalter sichtbar wird.
Begriff & Definition
Selektiver Mutismus: Kind spricht nur in vertrauten Situationen (z. B. zu Hause), in anderen Kontexten (z. B. Schule) schweigt es.
Totaler Mutismus: Kind spricht über einen längeren Zeitraum überhaupt nicht, auch nicht in vertrauten Situationen (selten).
Mutismus ist keine Trotzreaktion und auch keine Sprachunfähigkeit.
Er zählt zu den Angststörungen (ICD-10/ICD-11, DSM-5).
Diagnose erfolgt meist durch Kinder- und Jugendpsychiater:innen in Zusammenarbeit mit Psycholog:innen und Logopäd:innen.
Unterschiede: Mutismus vs. Schüchternheit
Mutismus | Schüchternheit |
Anhaltendes Schweigen in bestimmten Situationen trotz Sprachvermögens | Kurzzeitige Unsicherheit in neuen Situationen |
Klare Einschränkung im Alltag & in der sozialen Teilhabe | Keine dauerhafte Beeinträchtigung |
Angststörung mit Leidensdruck | Normale Charaktereigenschaft |
Therapie unbedingt notwendig | Meist kein Therapiebedarf |
Mutismus – Verstehen, Unterstützen, Fördern
Ursachen – Woher kommt Mutismus?
Innere Faktoren
Angststörung: Mutismus wird als Sonderform von sozialer Angst gesehen.
Familiäre Häufung: Angststörungen oder Mutismus können genetisch mitbedingt sein.
Sprach- und Sprechstörungen in der Vorgeschichte: z. B. Artikulationsstörungen, Sprachentwicklungsstörungen.
Temperament: sehr sensible, zurückhaltende oder perfektionistische Kinder sind häufiger betroffen.
Traumata: in seltenen Fällen Auslöser (z. B. Verlust, schwere Krankheit).
Äußere Faktoren
Mehrsprachigkeit: kann das Auftreten begünstigen, wenn zusätzlich Ängste bestehen.
Familiäre Belastungen (Trennung, Konflikte, psychische Erkrankungen der Eltern).
Soziale Situationen mit hohem Druck oder Stress (z. B. Schule, Erwartungen).
Überbehütung oder autoritäre Erziehung.
Welche Vorläuferfähigkeiten sind wichtig?
Eine gesunde Kommunikation setzt voraus:
Auditive Verarbeitung
Sprache verstehen und verarbeiten können.
Visuelle Wahrnehmung & soziale Kognition
Blickkontakt aufnehmen, Mimik deuten.
Soziale Interaktion
Sich in Gruppen beteiligen, Fragen beantworten.
Emotionale Stabilität
Ängste kontrollieren, Vertrauen aufbauen.
Symptome – Woran erkennt man Mutismus?
Schweigen in Kindergarten/Schule oder gegenüber bestimmten Personen.
Normale Sprachfähigkeit zu Hause im vertrauten Umfeld.
Vermeidung von Blickkontakt, eingefrorene Körperhaltung.
Kommuniziert nonverbal (Gesten, Nicken, Schreiben).
Starker Leidensdruck bei Aufforderung zum Sprechen.
Rückzug, Isolation, Ängste, somatische Beschwerden (Bauchweh, Kopfschmerzen).
Diagnostik – Wie wird Mutismus festgestellt?
Anamnese – Gespräche mit Eltern über Entwicklung & Verhalten.
Beobachtung – Verhalten in verschiedenen sozialen Kontexten.
Fragebögen – Erfassung von Angst und sozialem Verhalten.
Abklärung – Ausschluss von Sprach- oder Hörstörungen.
Zusammenarbeit von Logopädie, Psychologie, Psychiatrie, Pädagogik.
Therapie & Förderung – So hilft man bei Mutismus
Verhaltenstherapie: schrittweise Angstabbau, Sprechsituationen üben.
Logopädie: spielerisch Sprache in Alltagssituationen anbahnen.
Elternarbeit: Umgang mit Schweigen, Förderung zu Hause.
Schulische Unterstützung: Nachteilsausgleich, Verständnis im Unterricht.
Therapie ist multimodal – braucht Zeit, Geduld und Kooperation aller Beteiligten.
Dauer: oft mehrere Monate bis Jahre – Fortschritte geschehen langsam, aber stetig.
Rolle der Eltern – Unterstützung im Alltag
Eltern können helfen, indem sie:
Druck vermeiden („Sag doch mal hallo!“).
Mut machen und kleine Schritte loben.
Geduldig bleiben – Schweigen nicht bestrafen.
Rituale schaffen: feste, entspannte Sprechanlässe.
Mit Therapeut:innen und Schule eng zusammenarbeiten.
Kind in Stärken fördern (Sport, Musik, kreative Bereiche).
Gut zu wissen
Mutismus ist keine Trotzreaktion, sondern Ausdruck tiefer Angst.
Je früher die Förderung beginnt, desto besser die Chancen.
In der Schule gibt es Möglichkeiten zum Nachteilsausgleich.
Eingliederungshilfe (§35a SGB VIII) kann Unterstützung ermöglichen.
Mit rechtzeitiger Therapie entwickeln viele Kinder wieder Freude am Sprechen und bauen Ängste ab.
Fazit: Mutismus ist behandelbar. Entscheidend sind Geduld, Verständnis, frühe Förderung und die enge Zusammenarbeit von Eltern, Therapeut:innen und Schule.
Phonetisch-Phonologische Störungen
Es handelt sich um eine eingeschränkte Fähigkeit, Sprechlaute nicht richtig zu artikulieren. Hierbei wird unterschieden in phonetisch
oder phonologische Störungen, die häufig auch als Mischform auftreten und die Betroffenen für Außenstehende schwer verständlich
macht.
Phonetische Störung
Eingeschränkte Lautbildung; der bekannteste Lautfehler hierbei ist das „Lispeln“
(/s/ und /z/ werde mit der Zunge an oder zwischen den vorderen Schneidezähnen gebildet)
Phonologische Störung
Hierbei kommt es häufig zu einer korrekten Bildung des Lautes, jedoch zu einer fehlerhaften Anwendung. Also das Nachsprechen
funktioniert, aber spontan wählt das Kind den falschen Laut.
(Lautauslassungen; Blume – Bume)
(Ersetzung, Katze – Tatze)
auditive Wahrnehmungsstörungen (zentrale / periphere Hörstörung)
Es handelt sich um Hörprobleme bei ungeschädigten Ohren aufgrund einer schlechten Weiterverarbeitung des Gehörten. Diese
Störung kommt bei Kindern und Erwachsenen vor.
Kinder
Es kann zu Verwechslung ähnlicher klingender Laute, Problemen bei der Richtungserkennung von Geräuschen und einer schlechten
Merkfähigkeit von Gehörtem (Silben, Reime, etc.) kommen. Hierbei wird unterschieden zwischen einer zentralen und peripheren
Hörstörung. Bei einer zentralen Hörstörung handelt es sich um eine Beeinträchtigung im Bereich der Hörregion des Gehirns und bei
einer peripheren Hörstörung um eine Störung des Hörorgans im Innenohr.
Erwachsene
Mit zunehmendem Alter kann es zu einer Altersschwerhörigkeit kommen.
Zweisprachigkeit/ Bilingualität
Sprachstörungen bei Mehrsprachigkeit treten meistens in beiden Sprachen auf, jedoch nicht häufiger oder seltener als bei
einsprachigen Kindern. Hierbei ist die Mehrsprachigkeit keine Ursache für eine Sprachstörung, aber oftmals eine Verstärkung.
Erwachsene
- Aphasie/ Dysphasie
Bei einer Aphasie handelt es sich um eine erworbene Sprachstörung nach einer Schädigung des Gehirns (sprachdominante Hirnhälfte), wie beispielsweise eines Schlaganfalls, einer Hirnblutung oder eines Schädelhirntraumas. Hierbei kann es zu Auffälligkeiten in einzelnen oder mehreren Teilbereichen der Sprache, wie Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben kommen. Eine frühzeitige individuelle logopädische Behandlung ist dringend erforderlich.
Sprechtherapie
Kinder
Bei einer Sprechstörung handelt es sich um eine Störung der Sprechmotorik, die sich, grob unterteilt in zwei Gruppen, um die Störung der Bildung von Lauten (Artikulationsstörungen, verbale Entwicklungsdyspraxie) und Redeflussstörungen (Stottern/Poltern). Auch hier können Ursachen und Symptome sehr unterschiedlich ausfallen.
Artikulationsstörungen
Es kann sich hierbei um eine Störung in der Laut- und Lautverbindungsbildung, wie beispielsweise beim „Lispeln“, oder eine Störung
der Gesichts- und Mundmuskulatur handeln. Des weiteren könnte ein fehlerhaftes akkustisches Abgrenzen und eine fehlerhafte
Musterbildung von der Motorik und dem Gehörten vorliegen. Die Ursachen können dabei sehr unterschiedlich sein, wie
Zahnfehlstellungen, Muskelgleichgewichtsstörungen im Gesichts- und Mundbereich, Hörstörungen und frühkindliche Hirnschäden.
verbale Entwicklungsdyspraxie
Hier kommt es Störungen von Sprechbewegungen, die sich schon bei Problemen in der Nahrungsaufnahme (z.B. häufiges
Verschlucken) zeigen kann. Die Kinder zeigen des Weiteren oft Auffälligkeiten in der Motorik (Grob- und Feinmotorik) und einen
verspäteten Spracheintritt. Hierbei können genetische Ursachen zugrunde liegen. Diese Art der Störung kommt eher selten bei einer
Gruppe von Kindern mit einer Sprachentwicklungsstörung vor.
Stottern
Es handelt sich um eine Störung des Redeflusses in Form von unterschiedlichen Symptomen und individuell in ihrem Auftreten.
Mögliche Auffälligkeiten können die klonische („krampfhafte“) Laut-, Silben- und Wortwiederholung („Sssssonne“ „So-so-so-
sonne“ „Sonne,Sonne Sonne…“) und eine Dehnung („Ssssssooooonne“) oder starke Blockierung sein. Die Betroffenen leiden häufig
unter einem hohen Störungsbewusstsein, dem sie mit Vermeidunqsverhalten entgegen stehen. Zum Teil kommt es während des
Stotterns zu mimischen und ganzkörperlichen Mitbewegungen. Hier können hirnorganische, psychische und traumatische Ursachen
vorliegen.
Poltern
Es handelt sich um eine Störung des Redeflusses in Form von einem überhasteten und beschleunigten Sprechablaufs. Hierbei ist die
Artikulation, also die Aussprache oft undeutlich und verwaschen. Die Betroffenen können auch an einem ausgeprägtem
Störungsbewusstsein leiden. Ursachen für das Poltern können hirnorganisch oder konstitutionell sein, also Anlagenbedingt.
Schlucktherapie
Schluckstörungen können in jedem Alter auftreten, wie beispielsweise bei Neugeborenen oder älteren Kindern. Hierbei können unterschiedliche Ursachen und Symptome vorliegen. Bei Neugeborenen können organische Auffälligkeiten vorliegen, wie das nicht kraftvolle Saugen. Bei älteren Kindern handelt es sich häufig um falsch angeeignete Schluckmuster (Myofunktionelle Störung), das zu Zahn- und Kieferfehlstellungen führen kann. Diese Form der Erkrankung nennt man funktionelle Schluckstörung.
Myofunktionelle Störungen: was bedeutet das eigentlich?
Eine myofunktionelle Störung betrifft die Muskelkraft und -beweglichkeit im Mund- und Gesichtsbereich. Kinder oder Erwachsene mit einer solchen Störung haben Schwierigkeiten, die grundlegenden Bewegungen des Mundes – also Saugen, Kauen, Beißen, Schlucken, Atmen – in einer harmonischen Balance auszuführen. Dadurch können sich sekundär Probleme beim Sprechen oder der Zahn- und Kieferentwicklung zeigen.
Ursachen
Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Häufig spielen frühe Erfahrungen mit Nahrung und Saugen eine Rolle:
eine verkürzte oder ausgebliebene Stillzeit
zu große Flaschenaufsätze oder eine ungeeignete Lochgröße
zu frühe Umstellung auf feste Nahrung, während sich der Kehlkopf noch entwickelt
ungeeignete Konsistenzen in der Breikostphase (z. B. zu viele Konsistenzen gleichzeitig, bevor das Kind reif dafür ist)
All diese Faktoren können dazu führen, dass sich die Mundmuskulatur nicht optimal entwickelt.
Symptome
Die Symptome zeigen sich in vielen kleinen Alltagsdingen. Häufig beobachten Eltern:
Artikulationsschwierigkeiten, z.B. Lispeln
Zunge stößt beim Schlucken gegen die Zähne
auffälliges Essverhalten: sehr schnelles oder sehr langsames Essen, „picky eating“ (nur sehr weiche oder sehr harte Kost wird akzeptiert)
vorverlagerter Würgreflex
offener Mund oder fehlender Mundschluss
die Zunge findet keine stabile Ruhelage, liegt schlaff am Mundboden und an/zwischen den Zähnen
vermehrte Infekte durch die ständige Mundatmung
orale Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Nägelkauen oder Lippenbeißen
Manche Kinder zeigen außerdem ein starkes Bedürfnis nach Reizen im Mund, weil ihre Wahrnehmung im Mundraum nicht ausreichend differenziert ist oder empfinden selbst sehr feine Reize als zu stark und dadurch unangenehm.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnostik erfolgt in unserer Praxis durch eine ausführliche Anamnese, Beobachtung und gezielte Tests der Mundmotorik, Wahrnehmung und Schluckfunktion. Dabei beziehen wir auch die Essgewohnheiten, das Atemmuster und mögliche kieferorthopädische Aspekte mit ein.
Wie läuft die Therapie ab?
Es gibt verschiedene Ansätze, um eine myofunktionelle Störung wirksam zu behandeln. Manchmal stehen Beweglichkeits- und Kraftübungen für Lippen, Zunge und Wangen im Vordergrund, manchmal das Schlucken oder die Zungenruhelage. Gerade in diesem Bereich ist regelmäßiges Üben entscheidend.
Unser Team hat sich umfangreich in unterschiedlichen Konzepten weitergebildet, sodass wir nicht nur eine Methode anwenden, sondern für jedes Kin.erapie sehr gut behandeln. Viele Wege führen zu einem stabileren Schluckmuster, einer gesunden Mundfunktion und damit auch zu einer deutlichen Erleichterung beim Atmen, Essen und Sprechen.
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Myofunktionelle Störungen sind oft mit Lautbildungsproblemen verbunden, z.B. dem Lispeln. Hierbei drückt die Zunge bei den Lauten „s“ und „ß“ entweder gegen die Zähne oder stößt sogar zwischen die Zähne. Ebenso kann ein lateraler Schetismus/Sigmatismus auftreten, bei dem Zischlaute wie „sch“ oder „s/ß“ seitlich an der Zunge vorbeiströmen und dadurch verwaschen klingen. In der Therapie kombinieren wir Wahrnehmungsübungen, Mundmotorik und Lauttraining, sodass das Kind Schritt für Schritt die richtige Zungenlage und einen klaren Laut findet.
Welche Rolle haben die Eltern?
Eltern spielen eine zentrale Rolle für den Erfolg der Therapie. Sie begleiten ihr Kind beim Üben, achten im Alltag auf eine gute Mundhaltung und geben wichtige Rückmeldungen. Da es sich oft um Muskeltraining handelt, ist regelmäßiges Üben entscheidend, ähnlich wie im Fitnessstudio. Die gute Nachricht: Mit Motivation, Spaß und positiver Unterstützung lassen sich myofunktionelle Störungen sehr gut behandeln, sodass Kinder die notwendigen Bewegungen dauerhaft neu lernen können.
Fazit
Eine myn.erapie sehr gut behandeln. Viele Wege führen zu einem stabileren Schluckmuster, einer gesunden Mundfunktion und damit auch zu einer deutlichen Erleichterung beim Atmen, Essen und Sprechen.
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ofunktionelle Störung ist keine Seltenheit und lässt sich mit gezielter Thinen Button einbauen, um direkt zu unseren Schwerpunkten zu gelangen.erapie sehr gut behandeln. Viele Wege führen zu einem stabileren Schluckmuster, einer gesunden Mundfunktion und damit auch zu einer deutlichen Erleichterung beim Atmen, Essen und Sprechen.
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Erwachsene
Bei Erwachsenen treten häufig organische Schluckstörungen (Dysphagie) aufgrund neurologischer und tumorbedingter Erkrankungen auf wie Parkinson oder Speiseröhrenkrebs. Andere Ursachen können zum Beispiel ein Schlaganfall oder Verletzungen im Kopf- und Halswirbelbereich sein. Hierbei kann es zu Auffälligkeiten in verschiedenen Phasen des Schluckaktes kommen. Die Störung kann Auswirkungen auf die Stimme haben und in manchen Fällen mit einer Verschluckgefahr einher gehen.
Dysarthrie
Bei einer Dysarthrie handelt es sich um eine Störung der Sprechmotorik, die bei neurologischen Erkrankungen wie cerebralen Durchblutungsstörungen (z.B. Schlaganfall), Tumorerkrankungen oder Bulbärparalysen (z.B. Morbus Parkinson). Weitere Ursachen können Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS), Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und andere neurologischen Störungen sein, die zu Auffälligkeiten in der Stimmgebung und der Sprechatmung führen können. Es kann außerdem zu Störungen von neuronalen Steuerungsmechanismen hinsichtlich der Sprechmotorik kommen, die sehr unterschiedlich in der Ausprägung sein können. Hierbei sind Schwäche, Verlangsamung, Fehlkoordination, eine veränderte Muskelspannung und hyperkinetische Symptome (z.B. motorische Unruhe, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung). Darunter kann die Betonung und die Artikulation gehemmt sein.
Stimmtherapie
Bei einer Stimmstörung handelt es sich um funktionelle, organische und psychogene Stimmauffälligkeiten, die sich häufig durch bleibende Heiserkeit ohne akuten Infekt äußern. Die Heiserkeit kann mit einer eingeschränkten stimmlichen Belastbarkeit, einer Veränderung der Stimmlage/Tonhöhe und einem Räusperzwang/Reizhusten auftreten. Des Weiteren können ein „Kloßgefühl“, Trockenheit der Schleimhäute und eine eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit entstehen.
Funktionelle Stimmstörung
Die Ursachen für eine funktionell bedingte Stimmstörung werden unterteilt in hyperfunktionelle und hypofunktionelle Ursachen. Bei
hyperfunktionellen Störungen verwenden die Patienten oftmals zu viel Spannung bei der Stimmgebung, bei hypofunktionellen
Störungen zu wenig
Organische Stimmstörung
Es kann sich um eine lokalbedingte Stimmstörungen handeln, wie beispielsweise Kehlkopfasymmetrien, Kehlkopftraumen und
Missbildungen, die die Stimmgebung erschweren. Auch Störungen des zentralen Nervensystems (internistische und neurologische
Erkrankungen), können wie operative Eingriffe zu einer Stimmlippenlähmung führen, die die ideale Verwendung der Stimme
verhindern. Bei einer operativen Kehlkopfentfernung, ist die gewohnte Stimmqebung gar nicht mehr möglich und es werden
kompensierende Maßnahmen verwendet. Des Weiteren können Hormone, wie ein krankhafter Verlauf des Stimmbruchs, den
Stimmgebrauch beeinflussen.
psychogene Stimmstörung
Zu den psychogenen Stimmstörungen zählt die Aphonie, bei der es zu einer plötzlich eintretenden Stimmlosigkeit kommt. Stimme und
Körper sind eins, sodass sich Lebensereignisse nicht nur auf unsere Stimmung, sondern auch auf unsere Stimme auswirken können.
Rhinophonie (Näseln)
Die Rhinophonie äußert sich in einem dumpfen, farblosen, nasalen Stimmklang und verwaschener Aussprache. Es kann auch zu
Enstellung von Vokalen und Konsonanten bis zur Unkenntlichkeit und zu einer Hyperfunktion der Kehlkopf- und Zungenmuskukatur mit
Stimmverändeurng und Atemstörung. Hierbei kann eine Rhinophonie entzündlich, neurologisch und degenrativ bedingte Ursachen
haben. Auch Tumore, Operationsfolgen funktionelle Ursachen sind möglich.
Sprachstörung
Wortschatz
Wortschatzerweiterung – Bedeutung, Ursachen und Therapie
Die Bedeutung des Wortschatzes
Die Entwicklung eines umfangreichen Wortschatzes spielt eine entscheidende Rolle in der Sprachentwicklung von Kindern. Ein reichhaltiger Wortschatz ermöglicht es ihnen, Gedanken, Gefühle und Ideen präzise auszudrücken und erfolgreich mit anderen zu kommunizieren. Besonders bei Kindern mit sprachlichen Entwicklungsverzögerungen ist die gezielte Wortschatzerweiterung in der logopädischen Behandlung von großer Bedeutung.
Was ist der Wortschatz?
Der Wortschatz umfasst alle Wörter und Begriffe, die eine Person kennt und verwendet. Man unterscheidet dabei:
Passiven Wortschatz: Wörter, die eine Person versteht, aber beim Sprechen nicht aktiv benutzt.
Aktiven Wortschatz: Wörter, die tatsächlich beim Sprechen verwendet werden.
Ein umfangreicher Wortschatz erleichtert nicht nur die Kommunikation, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein und die Lernmotivation.
Ursachen für einen eingeschränkten Wortschatz
Ein reduzierter Wortschatz kann verschiedene Ursachen haben:
Beeinträchtigung der Hirnfunktion oder -entwicklung (z. B. geistige Behinderungen)
Schädigungen der Sinnesorgane, besonders Hörstörungen
Störungen der Aufmerksamkeit oder Konzentration, wie ADHS
Sprachliche Unter- oder Überforderung durch unangemessene Sprachangebote
Wann sollte man einen Logopäden aufsuchen?
Es ist sinnvoll, einen Logopäden zu kontaktieren, wenn bei einem Kind folgende Anzeichen auftreten:
Verzögerter Sprechbeginn
Wortfindungsstörungen
Schwierigkeiten beim Erlernen neuer Wörter
Probleme beim Verstehen von Äußerungen
Häufige Nutzung von Gestik und Mimik als Ersatz für Sprache
Wiederholung von Fragen statt Beantwortung
Unsicherheiten beim thematischen Zuordnen von Wörtern
Häufige Verwendung von Umschreibungen
Dabei ist wichtig zu wissen, dass jedes Kind sich individuell entwickelt und leichte Abweichungen normal sind. Dennoch kann frühzeitige Unterstützung den weiteren Entwicklungsverlauf positiv beeinflussen.
Therapieansätze zur Wortschatzerweiterung
Die logopädische Wortschatzförderung vermittelt spielerisch und systematisch neue Wörter und führt das Kind in verschiedene Wortfelder ein. Typische Inhalte sind:
Benennung von Gegenständen, Personen und Begriffen
Verben und Tätigkeiten
Eigenschaftswörter und Beschreibungen
Oberbegriffe und Kategorien
Wortfelder aus dem Alltag
Fachvokabular aus Schule und Alltag
Ziel ist es, sowohl den aktiven als auch passiven Wortschatz zu erweitern. Die Therapie regt das Kind dazu an, seine Umwelt bewusst wahrzunehmen, Fragen zu stellen und vielfältige Wortarten (Nomen, Verben, Adjektive) anzuwenden. Dabei passen wir Methoden und Materialien dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes an.
Die Rolle der Eltern
Eltern spielen eine zentrale Rolle im Therapieerfolg. Sie können durch gemeinsame Übungen, z. B. beim Spielen oder Spaziergängen, den Wortschatz ihres Kindes gezielt fördern. Wichtig ist ein ausgewogenes Maß an Korrekturen: Fehlerhafte Benennungen sollten behutsam korrigiert werden, ohne das Kind zu überfordern oder zu entmutigen. Eine ruhige, positive Lernumgebung unterstützt den Lernprozess nachhaltig.
Fazit
Ein gut entwickelter Wortschatz bildet die Basis für erfolgreiche Kommunikation und schulisches Lernen. Durch gezielte logopädische Förderung und aktive elterliche Unterstützung können Kinder ihre sprachlichen Fähigkeiten verbessern und selbstbewusster im Alltag werden.
Dysgrammatismus
Effektive Behandlung von Dysgrammatismus durch Logopädie
Was ist Dysgrammatismus?
Dysgrammatismus bezeichnet eine spezifische Störung im kindlichen Spracherwerb, bei der die grammatische Entwicklung verzögert oder gestört ist. Betroffen sind vor allem die Beugung von Wörtern (Deklination und Konjugation) sowie der Satzbau. Während Fehler im frühen Spracherwerb normal sind, ist bei Dysgrammatismus eine gezielte Diagnostik und Therapie wichtig, um die sprachliche Entwicklung zu fördern.
Die Störung kann das Verständnis und die Verständlichkeit gesprochener und geschriebener Sprache stark beeinträchtigen. Außerdem kann Dysgrammatismus auf eine Sprachentwicklungsstörung oder sogar auf neurologische Erkrankungen hinweisen.
Typische Merkmale von Dysgrammatismus
Personen mit Dysgrammatismus zeigen häufig:
Schwierigkeiten bei der Bildung grammatikalischer Strukturen, wie Artikel, Pronomen und Zeitformen
Probleme bei der Satzstruktur und Wortreihenfolge, z. B. falsche Verbstellung („Ich heute lieber ausschlafen“)
Verwendung ungrammatischer oder stark vereinfachter Sätze
Verwechslungen von Wortarten, z. B. „gehe ich“ statt „ich gehe“
Schwierigkeiten, grammatische Regeln auf neue Wörter oder Situationen zu übertragen
Wichtig ist: Dysgrammatismus ist keine generelle sprachliche oder kognitive Einschränkung, sondern eine spezifische Störung der Grammatik.
Symptome im Detail
Störung der Satzbauentwicklung
Sehr eingeschränkte oder fehlende Wortkombinationen, besonders mit Verben
Wenige Äußerungen, in denen Subjekt, Objekt und Verb gemeinsam auftreten (z. B. „Mama Kuchen essen“)
Verben werden häufig am Satzende platziert (z. B. „Ich auch Ball spielen.“)
Starre Satzstrukturen ohne Variation, z. B. immer Subjekt-Verb-Objekt
Fehlende vollständige W-Fragen („Wer?“, „Was?“, „Warum?“)
Ausbleiben von Nebensätzen
Störung grammatischer Formenvielfalt
Eingeschränktes Kasussystem: Fehlende Akkusativ- oder Dativmarkierungen (z. B. „Ich sehe der Stift.“)
Eingeschränktes Tempussystem: Zeitfehler, besonders bei unregelmäßigen Verben (z. B. „Ich habe Kuchen geesst.“)
Unsicherheiten bei Genus und Artikeln (z. B. „Die Pferd spielt.“)
Fehlerhafte Mehrzahlbildung (z. B. „Ich sehe viele Indianers und Pferden.“)
Eingeschränkte Erzählfähigkeit
Auslassung wichtiger Satzbausteine beim Erzählen oder Schreiben, sodass Zuhörer nachfragen müssen
Vereinfachtes Formulieren komplexer Zusammenhänge ohne Nebensätze („während“, „weil“, „obwohl“) oder passende Pronomen
Häufige Wiederholung einfacher Verknüpfungen („und dann“, „danach“) anstelle vielfältiger Ausdrucksmöglichkeiten
Ursachen von Dysgrammatismus
In den meisten Fällen liegen keine organischen Ursachen vor. Dennoch kann Dysgrammatismus durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, zum Beispiel:
Probleme mit dem Hören und der Wahrnehmung von Sprache
Geistige Behinderungen
Genetische Defekte wie Trisomie 21 mit kognitiven Einschränkungen
Schädigungen von Hirnregionen durch Entzündungen, Tumoren oder Operationen
Allgemeine Entwicklungsstörungen des Kindes
Wann sollte ein Logopäde aufgesucht werden?
Ein Logopäde sollte konsultiert werden, wenn bei Kindern folgende Auffälligkeiten auftreten:
Verzögerter Sprechbeginn
Wortfindungsstörungen und Schwierigkeiten beim Erlernen neuer Wörter
Probleme beim Verstehen von Äußerungen
Häufige Nutzung von Gestik und Mimik als Spracheersatz
Wiederholung von Fragen statt Beantwortung
Unsicherheiten bei der Zuordnung von Wörtern
Häufige Umschreibungen statt klarer Benennungen
Individuelle Therapieansätze
Die Behandlung von Dysgrammatismus ist individuell auf Schweregrad, Alter und Fähigkeiten abgestimmt. Wichtige Therapieelemente sind:
Förderung der grammatischen Bewusstheit: Gezielte Übungen, um das Verständnis für grammatische Regeln zu stärken
Sprachtherapie: Übungen zur Verbesserung von Aussprache, Grammatik und Sprachverständlichkeit
Positive Verstärkung: Motivation durch Lob und Belohnung bei korrekter Anwendung der Grammatik
Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Patient, Familie und Logopäden. Nur so kann ein langfristiger Therapieerfolg erzielt werden.
Dauer und Verlauf der Behandlung
Die Behandlungsdauer variiert stark und hängt vom individuellen Bedarf ab. Erste deutliche Fortschritte sind oft nach wenigen Monaten sichtbar, in schweren Fällen kann die Therapie ein bis zwei Jahre oder länger dauern. Eine kontinuierliche Förderung und regelmäßiges Üben sind entscheidend, um Erlerntes zu festigen und im Alltag sicher anzuwenden.
Eltern spielen eine Schlüsselrolle, indem sie den Wortschatz ihres Kindes im Alltag durch gezielte Gespräche und Spiele unterstützen.
Schlucktherapie
Kinder
Schluckstörungen können in jedem Alter auftreten, wie beispielsweise bei Neugeborenen oder älteren Kindern. Hierbei können unterschiedliche Ursachen und Symptome vorliegen. Bei Neugeborenen können organische Auffälligkeiten vorliegen, wie das nicht kraftvolle Saugen. Bei älteren Kindern handelt es sich häufig um falsch angeeignete Schluckmuster (Myofunktionelle Störung), das zu Zahn- und Kieferfehlstellungen führen kann. Diese Form der Erkrankung nennt man funktionelle Schluckstörung.
Myofunktionelle Störungen: was bedeutet das eigentlich?
Eine myofunktionelle Störung betrifft die Muskelkraft und -beweglichkeit im Mund- und Gesichtsbereich. Kinder oder Erwachsene mit einer solchen Störung haben Schwierigkeiten, die grundlegenden Bewegungen des Mundes – also Saugen, Kauen, Beißen, Schlucken, Atmen – in einer harmonischen Balance auszuführen. Dadurch können sich sekundär Probleme beim Sprechen oder der Zahn- und Kieferentwicklung zeigen.
Ursachen
Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Häufig spielen frühe Erfahrungen mit Nahrung und Saugen eine Rolle:
eine verkürzte oder ausgebliebene Stillzeit
zu große Flaschenaufsätze oder eine ungeeignete Lochgröße
zu frühe Umstellung auf feste Nahrung, während sich der Kehlkopf noch entwickelt
ungeeignete Konsistenzen in der Breikostphase (z. B. zu viele Konsistenzen gleichzeitig, bevor das Kind reif dafür ist)
All diese Faktoren können dazu führen, dass sich die Mundmuskulatur nicht optimal entwickelt.
Symptome
Die Symptome zeigen sich in vielen kleinen Alltagsdingen. Häufig beobachten Eltern:
Artikulationsschwierigkeiten, z.B. Lispeln
Zunge stößt beim Schlucken gegen die Zähne
auffälliges Essverhalten: sehr schnelles oder sehr langsames Essen, „picky eating“ (nur sehr weiche oder sehr harte Kost wird akzeptiert)
vorverlagerter Würgreflex
offener Mund oder fehlender Mundschluss
die Zunge findet keine stabile Ruhelage, liegt schlaff am Mundboden und an/zwischen den Zähnen
vermehrte Infekte durch die ständige Mundatmung
orale Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Nägelkauen oder Lippenbeißen
Manche Kinder zeigen außerdem ein starkes Bedürfnis nach Reizen im Mund, weil ihre Wahrnehmung im Mundraum nicht ausreichend differenziert ist oder empfinden selbst sehr feine Reize als zu stark und dadurch unangenehm.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnostik erfolgt in unserer Praxis durch eine ausführliche Anamnese, Beobachtung und gezielte Tests der Mundmotorik, Wahrnehmung und Schluckfunktion. Dabei beziehen wir auch die Essgewohnheiten, das Atemmuster und mögliche kieferorthopädische Aspekte mit ein.
Wie läuft die Therapie ab?
Es gibt verschiedene Ansätze, um eine myofunktionelle Störung wirksam zu behandeln. Manchmal stehen Beweglichkeits- und Kraftübungen für Lippen, Zunge und Wangen im Vordergrund, manchmal das Schlucken oder die Zungenruhelage. Gerade in diesem Bereich ist regelmäßiges Üben entscheidend.
Unser Team hat sich umfangreich in unterschiedlichen Konzepten weitergebildet, sodass wir nicht nur eine Methode anwenden, sondern für jedes Kin.erapie sehr gut behandeln. Viele Wege führen zu einem stabileren Schluckmuster, einer gesunden Mundfunktion und damit auch zu einer deutlichen Erleichterung beim Atmen, Essen und Sprechen.
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nd die passende Kombination wählen können.
Myofunktionelle Störungen sind oft mit Lautbildungsproblemen verbunden, z.B. dem Lispeln. Hierbei drückt die Zunge bei den Lauten „s“ und „ß“ entweder gegen die Zähne oder stößt sogar zwischen die Zähne. Ebenso kann ein lateraler Schetismus/Sigmatismus auftreten, bei dem Zischlaute wie „sch“ oder „s/ß“ seitlich an der Zunge vorbeiströmen und dadurch verwaschen klingen. In der Therapie kombinieren wir Wahrnehmungsübungen, Mundmotorik und Lauttraining, sodass das Kind Schritt für Schritt die richtige Zungenlage und einen klaren Laut findet.
Welche Rolle haben die Eltern?
Eltern spielen eine zentrale Rolle für den Erfolg der Therapie. Sie begleiten ihr Kind beim Üben, achten im Alltag auf eine gute Mundhaltung und geben wichtige Rückmeldungen. Da es sich oft um Muskeltraining handelt, ist regelmäßiges Üben entscheidend, ähnlich wie im Fitnessstudio. Die gute Nachricht: Mit Motivation, Spaß und positiver Unterstützung lassen sich myofunktionelle Störungen sehr gut behandeln, sodass Kinder die notwendigen Bewegungen dauerhaft neu lernen können.
Fazit
Eine myn.erapie sehr gut behandeln. Viele Wege führen zu einem stabileren Schluckmuster, einer gesunden Mundfunktion und damit auch zu einer deutlichen Erleichterung beim Atmen, Essen und Sprechen.
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ofunktionelle Störung ist keine Seltenheit und lässt sich mit gezielter Thinen Button einbauen, um direkt zu unseren Schwerpunkten zu gelangen.erapie sehr gut behandeln. Viele Wege führen zu einem stabileren Schluckmuster, einer gesunden Mundfunktion und damit auch zu einer deutlichen Erleichterung beim Atmen, Essen und Sprechen.
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Erwachsene
Bei Erwachsenen treten häufig organische Schluckstörungen (Dysphagie) aufgrund neurologischer und tumorbedingter Erkrankungen auf wie Parkinson oder Speiseröhrenkrebs. Andere Ursachen können zum Beispiel ein Schlaganfall oder Verletzungen im Kopf- und Halswirbelbereich sein. Hierbei kann es zu Auffälligkeiten in verschiedenen Phasen des Schluckaktes kommen. Die Störung kann Auswirkungen auf die Stimme haben und in manchen Fällen mit einer Verschluckgefahr einher gehen.
Sprachtherapie in Düsseldorf für Erwachsene mit Aphasie
Auch im Erwachsenenalter kann es zu Einschränkungen der Kommunikationsfähigkeit kommen. Nicht selten ziehen sich die Betroffen dann aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Abhängig von der Ursache können Sprach- oder Sprechstörungen, sowie komplexe Kommunikationsstörungen vorliegen. Ursachen können angeborene Behinderungen, aber auch Unfälle oder Erkrankungen. Sehr oft ist es ein Schlaganfall, der bei älteren Menschen zu sprachlichen Beeinträchtigungen führt. Ebenso können Hirntumore oder Verletzungen des Schädels nach einem Unfall zum Sprachverlust (Aphasie) führen. Aphasie ist keine geistige oder psychische Störung, sie verändert jedoch die sprachliche Kommunikationsfähigkeit. Professionelle sprachtherapeutische Unterstützung ermöglicht es, die Belastung zu überwinden und die kommunikativen Fähigkeiten zurückzugewinnen. In unserer Praxis für Logopädie und Sprachtherapie in Düsseldorf Hellerhof erfahren Sie adäquate Hilfe. Unsere Sprachtherapie ist auf die Bedürfnisse, Befindlichkeiten, Vorlieben und Interessen jedes einzelnen Patienten zugeschnitten, so dass wir Ihnen eine bestmögliche Therapie bieten können. Ebenso stehen wir Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite.
Häufig gestellte Fragen
Eine ärztliche Verordnung ist die Voraussetzung für eine Sprachtherapie in Düsseldorf. Nicht nur der Hausarzt, sondern auch HNO-Ärzte, Kinder- und Jugendärzte, Internisten, Neurologen oder Zahnärzte und Kieferorthopäden können Heilmittelverordnungen für die logopädische Behandlung ausstellen. Die Therapie muss spätestens 14 Tage nach der Ausstellung der Verordnung beginnen.
Bei gesetzlichen versicherten Patienten übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die logopädische Behandlung bis zum 18.Lebensjahr vollständig. Volljährige Patienten müssen eine Zuzahlung von 10 % leisten, können aber unter bestimmten Voraussetzungen von der Zuzahlung befreit werden. Privatpatienten schließen einen Behandlungsvertrag mit der logopädischen Praxis ab und zahlen den vereinbaren Betrag selbst.
Abhängig vom Störungsbild und vom ärztlichen Ermessen werden Therapieeinheiten mit einer Dauer von 30, 45 oder 60 Minuten verordnet. Die Therapiefrequenz kann variieren, meistens findet eine logopädische Therapie 1- oder 2-mal pro Woche statt.
Sie benötigen eine Sprachtherapie in Düsseldorf? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wie freuen uns auf Sie!
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